Der Preis für den „Film des Jahres“ beim FiSH-Festival 2012 geht an Jan Riesenbeck und seinen Kurzfilm „Sechster Sinn, Drittes Auge, Zweites Gesicht“. Damit holt der 26-Jährige den Nachwuchspreis nach 2008 schon zum zweiten Mal. Während die fünfköpfige Jury sich nach langer Diskussion für Riesenbecks Collage entschied, kürte das Publikum die zweitplatzierte „Five Minute Love Story“ zum Sieger.
„Film des Jahres“-Gewinner Jan Riesenbeck hatte seine Chancen durch den Sieg vor vier Jahren geschmählert gesehen, wie er nach der Verleihung gestand. Die 2.000 Euro Preisgeld, zu gleichen Teilen gestiftet durch den Rotary Club Heiligendamm und den Bildungsminister des Landes, wolle er nun nutzen, um die Ausgaben zu decken. Was er mit den 5.000 Euro Produktionsbudget der Kulturellen Filmförderung MV anfangen werde, wusste der Jungregisseur noch nicht. „Ich habe noch kein neues Projekt, nur Ideen. Und die müssen erst noch ein bisschen reifen.“ Trotzdem wolle er versuchen, noch in diesem Jahr mit der Arbeit zu beginnen, um auch beim nächsten FiSH wieder dabei zu sein.
Derweil stimmte das Publikum unabhängig von der Jury ab und wählte den Film „Five Minute Love Story“ zu seinem Favoriten. Wenig verwunderlich für den Freiburger Filmemacher Robert Jenne (25): „Wir haben bereits auf anderen Festivals Publikumspreise gewonnen und wissen daher, dass unser Film bei den Zuschauern gut ankommt. Trotzdem ist jedes Publikum anders.“ 1207,27 Euro kamen schließlich zusammen, nachdem die Gäste im M.A.U. Club traditionell zusammengelegt hatten und die Rostocker Brauerei die Summe um 777 Euro erhöhte.
Den Adobe Förderpreis erhielt die Dokumentation „So wie ich bin“, der Promotionspreis „Findling“ ging an den Kurzfilm „Ausgleich“.