Verspielt, nachdenklich, verstörend: „KRANK“. Zum fünften Mal präsentieren die Filmemacher der Rostocker Schule ihre Arbeiten mit Schauspielstudenten der Hochschule für Musik und Theater.
Das Besondere in diesem Jahr: Die vier Produktionen teilten sich die leerstehenden Räumlichkeiten für Dialyse- und Nierentransplantation der Universitätsklinik als Drehort. Am 6. April um 19:30 Uhr feiern sie nun Premiere im Katharinensaal der HMT.
Ein Drehort, ein Thema: „KRANK“. In Hospitalatmosphäre entstanden Anfang August des letzten Jahres innerhalb von zwölf Drehtagen vier verschiedene Geschichten. Zweifel daran, dass diese trotz gleichem Set ganz individuell ausfallen würden, hatte Andreas Ehrig als einer der vier Regisseure der Rostocker Schule nie. „Niemand hat darüber nachgedacht, für eine gelungene Mischung zu sorgen. Wir arbeiten alle so unterschiedlich, dass wir nie Gefahr laufen, gleiche Filme zu machen“, erklärt der 32-Jährige. Sein eigener Kurzfilm „Maschine“ trage eine düstere, kryptische Handschrift, die in keinem der anderen zu finden sei.
Neben Ehrigs Horrorthriller erleben am 6. April auch Holger Löwes Komödie „Wachraum“, Stephie Möllers Zukunftsvision „Nexus“ sowie Mark Auerbachs Psychodrama „Wassermann“ Erstaufführung. Die Filme sind Teil der Ausbildung der Schauspielstudenten des dritten Studienjahres und entstehen jährlich in enger Kooperation der Hochschule für Musik und Theater, des Instituts für neue Medien und der daraus entstandenen Rostocker Schule. Hinzu kommen wichtige Unterstützer wie die Hanseatische Brauerei Rostock.
Das Konzept des Filmemachernetzwerks, Ressourcen und Energie zusammenzulegen, um Größeres zu erreichen, als es dem Einzelnen möglich wäre, geht auf. Erst im Vorjahr hatte die HUNGRIG-Premiere den Katharinensaal aus allen Nähten platzen lassen. Gleiches wünschen sich Ehrig, Löwe, Auerbach und Neuzugang Möller auch für den 6. April. Der Einlass erfolgt ab 19 Uhr.