Die Rostocker Kurzfilme „Ein Baum“ von Malte Pätz und Paula Baudach sowie „Laternenausklang“ von Arne Mross sind im hessischen Seligenstadt mit dem BDFA-Filmpreis der Deutschen Film-Festspiele ausgezeichnet worden. Überdies delegierte die Jury den Animationsfilm „Der Mond“ zur UNICA-Weltmeisterschaft in Bulgarien.
Am letzten Sonntag um 13 Uhr endeten die 70. Deutschen Film-Festspiele nach vier Tagen und 68 Filmen, die sich aus mehr als 3500 Produktionen für eine Vorführung im Riesensaal Seligenstadts empfohlen hatten. Am Ende erhielten sieben Streifen den renommierten BDFA-Filmpreis in Form eines großen Plexiglas-Obelisken auf schwarzem Sockel, darunter der Rostocker Kurzfilm „Ein Baum“. „So verrrückt das klingt: daraus wird eine poetische, sehr originelle Liebesgeschichte mit ebenso radikalen wie ästhetischen Bildern gestaltet“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Gute Kritik erhielt auch Arne Mross‘ „Laternenausklang“, eine Hommage an das Kino selbst: „So wie die filmische Realität die äußere Realität nicht abbilden, sondern neue Erkenntnisse über die Realität ermöglichen soll und jeder Spielfilm erst im Kopf des Zuschauers und nicht bereits auf der Leinwand entsteht, gelingt es Arne Mross, in nur 12 Minuten einen geschlossenen filmischen Kosmos zu entwerfen.“
Als einer von fünf Filmen ergatterte „Der Mond“, entstanden im Rahmen der Ausbildung angehender Mediengestalter des Instituts für neue Medien, eine Weitermeldung zur UNICA-Weltmeisterschaft, die vom 25. August bis 2. September in Ruse, Bulgarien stattfinden. Damit erweist sich das Rostocker Filmfest abermals als Sprungbrett für junge Filmemacher aus Mecklenburg-Vorpommern. Sowohl „Ein Baum“ als auch „Der Mond“ liefen bereits im letzten Herbst in dessen Rahmen im M.A.U. Club im Stadthafen.
Beim BDFA-Homepage-Award belegte der Rostocker Webdesigner Mario Meyer mit der Website www.fish-rostock.de den dritten Platz in der Kategorie „Sonstige“.