32 Filme haben es ins diesjährige FiSH-Programm JUNGER FILM geschafft – von 410 Einreichungen. Die Finalisten stammen größtenteils aus Berlin, Nordrhein Westfalen (je 6), Hamburg (5), Baden-Württemberg sowie dem Heimatland des FiSH, Mecklenburg-Vorpommern (je 4). Weitere Streifen im Bereich JUNGER FILM sind aus Hessen (3), Bayern und Thüringen (je 2). Die jüngsten Teilnehmer kommen von der KurzFilmSchule aus Hamburg und sind erst acht Jahre alt – beachtlich, denn das Durchschnittsalter der Teilnehmer liegt bei 23 Jahren. Maximal dürfen die Jungfilmer übrigens 27 Jahre sein.
Bei den FiSHern liegen die Männer mit 20 Beiträgen im Programm deutlich vorn, der weibliche Anteil liegt bei nur vier Darbietungen. Zudem gibt es acht Gruppenbeiträge und auch alteingesessene Angler wie etwa Jan Riesenbeck, der 2008 schon einen fetten Gewinnerfisch in seinen Kutter ziehen konnte. „Jetzt ist er mit seinem opus magnum wieder dabei, das ist ein Knaller“, verspricht Christian Dzubiel von der sechsköpfigen Auswahljury.
Aber lange nicht der einzige, beteuert der Filmemacher: „Auch bei den Experimentalfilmen haben wir zwei richtige Bratzen im Programm.“ Dieses sei auch 2012 wieder wunderbar gemischt, denn die Perlenfischer würden bei der Auswahl erst auf den Inhalt und dann auf die Form gucken. „Natürlich gibt es immer wieder Einreichungen, die formal perfekt und einfach schön anzusehen, inhaltlich aber ein Witz sind“, erklärt Dzubiel. Daher laute das Motto des FiSH nach wie vor: „Es muss packend sein, auch wenn es ein wenig schmutzig und nicht perfekt ist. Wir haben ein Herz für ungewöhnliche Filme und Leute, die mal was anderes machen.“ Und dabei sei das Genre eben nicht das wichtigste Kriterium, wie bei anderen Festivals oder im TV. Denn die Rostocker Perlenfischer wissen: Austern bieten weit mehr als nur Perlen der Kurzspielfilme und so haben es auch sechs Dokumentationen, fünf Animationen und Experimentalfilme in die Programm-Schatzkiste geschafft.
Diese ist in diesem Jahr übrigens recht ernsthaft gefüllt: „Es gibt zwar Humor, aber wenig Klamauk. Bei den Filmen geht es um was“, erzählt Christian Dzubiel. Etwa um Generationenkonflikte, Mobbing und Schicksalsschläge wie Krankheiten, Behinderungen oder der Verlust einer Sinneswahrnehmung.
Alle Informationen zum FiSH – Festival im StadtHafen – auf www.fish-rostock.de