Immer dasselbe: Projektideen sind da, allein das nötige Kleingeld fehlt. Wohin nur mit all’ den Träumen, wenn die Umsetzung Kosten bedeutet, die Jugendliche nur schwerlich allein stemmen können? Das fragten sich auch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und Telefónica Germany. Gemeinsam riefen sie ein Programm ins Leben, das liefert, was junge Projektleiter wirklich brauchen: Cash und professionellen Rat! “Think Big” heißt Ideen verwirklichen und Schritte wagen, die vorher zu groß erschienen.
Von Beatbox-Workshops in München und Kochshows in Bremen
Das Angebot findet Anklang. Schüler und Studenten nutzen die Chance und präsentieren ihre Konzepte im offiziellen Think Big-Blog - vom Aufbau einer Beatbox-Crew zur Etablierung der Szene bis hin zur Kochshow “Schmeckt nicht – schmeckt doch!”, die Fastfood von der Karte streicht. Die Fülle der Anträge untermauert: An Einfällen und Tatendrang mangelt es den Nachwuchsunternehmern keinesfalls und oft verfolgen sie soziale Ziele. So rackert die 8. Klasse der Wilhelm-Olbers-Schule in Bremen für die behindertengerechte Verschönerung ihres Schulhofgeländes. “Konkret heißt das: Unkraut beseitigen, Büsche schneiden, Holzplatten beschaffen und gestalten, Wände anmalen …”, erklärt die Projektleiterin. Ein Vorhaben, das ihrem Team nicht nur die Aufmerksamkeit der lokalen Presse bescherte, sondern überdies Unterstützung Dritter.
Rostock mittendrin – Hoffnung für die Musikszene!
Derlei Gelegenheiten lässt Rostocks Jugend natürlich nicht vorüberziehen. Begleitet vom Institut für neue Medien haben sich bereits drei Projekte gefunden, die Mittel dringend brauchen, um Wirklichkeit zu werden – darunter auch “Wer legt das größte Ei? – Eine Podiumsdiskussion”.
Auch Martin Harms, Initiator der Künstlerplattform für junge Musiker, weiß um die Tücken seiner Leidenschaft: “In Rostock gibt es viele junge Nachwuchsbands, die aber kaum Geld haben und so ihre Musik nicht aufnehmen können. Wir kennen viele Musiker in Rostock, auf die das zutrifft.” Da ist die Förderung, mit der ihm Think Big unter die Arme greift, ein Anfang. Nicht um die Zeit zu bezahlen, die sein Team investiert – die opfert es viel zu gerne. Das Material hingegen und auch die Räumlichkeiten sind teuer.
“Wir wollen ein Aufnahmestudio bauen, das es den Nachwuchsbands möglich macht, für wenig Geld (für Strom, Wasser etc.) ihre Musik aufzunehmen und dort auch zu proben.” So knüpfe man zudem Kontakte, die die Organisation von Konzerten künftig erleichtern würden.
Kultur im Fokus
Die Online-Plattform der Studenten um Fabian Nehring verfolgt indes andere Absichten. Sie zielt auf die Vernetzung der Kulturstätten der Hansestadt. In ihrer Projektbeschreibung verraten sie: “Dieses Forum soll eine Art Kultur-Lobby bilden, welche helfen kann bei politischen Entscheidungen mitzuwirken. Im 2. Schritt sollen auch weitere Förderer gewonnen werden.” Das liegt zufällig ganz im Sinne des Instituts – Bedingung für die Bewilligung des Antrages war es jedoch nicht.
Und: Neugierig geworden, vielleicht gar schon eine Idee im Hinterkopf? Dann stellt sie uns vor! Das Institut für neue Medien ist euer Ansprechpartner und steht euch bei euren ersten Schritten zur Seite. meldet euch einfach unter medienbildung@ifnm.de!
